Blauzungenkrankheit - Baden-Württemberg ist Sperrzone

Durch die amtliche Feststellung der Blauzungenkrankheit im Landkreis Rastatt muss auch der Landkreis Esslingen zum Sperrgebiet erklärt werden. Die Krankheit ist für Menschen nicht gefährlich. Fleisch und Milch sowie daraus hergestellte Erzeugnisse können ohne Bedenken verzehrt werden.

Für das Kreisgebiet des Landkreises Esslingen wurde eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, wonach sämtliche Rinder-, Schaf- und Ziegenhaltungen sowie die Haltung von Wildwiederkäuern, wie beispielsweise Damwild, dem Veterinäramt des Landratsamts unter Angabe des Standorts der Tiere mitzuteilen ist. Hierzu stellt das Veterinäramt den Haltern einen Meldevordruck zur Verfügung, der auf der Homepage des Landkreises Esslingen als Download zum Herunterladen bereitgestellt wird.

Die im Landkreis Rastatt festgestellte Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) ist eine virusbedingte Infektion insbesondere der Rinder und Schafe. Bei Schafen kann die Krankheit akut verlaufen, während sie bei Rindern in der Regel mit milden Krankheitssymptomen verläuft. Das Virus wird über kleine, blutsaugende Mücken (Gnitzen) übertragen. Daher wird um den Ausbruchbetrieb die Einrichtung eines Restriktionsgebiets mit einem Mindestradius von 150 km erforderlich. Hierdurch wird das gesamte Land Baden-Württemberg zum BTV-8-Sperrgebiet für Rinder, Schafe, Ziegen und in Gehegen gehaltene Wildwiederkäuer. Das Sperrgebiet muss mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden. Erst danach kann die Bundesrepublik Deutschland sich wieder als frei von Blauzungenkrankheit erklären.

Das Verbringen bzw. der Export von Wiederkäuern sowie deren Sperma, Eizellen und Embryonen in ein nicht reglementiertes BTV8-Gebiet ist in der Regel nur zulässig, wenn die Tiere einen wirksamen Impfschutz haben oder vorgeschriebene Laboruntersuchungen durchgeführt wurden. Kälber, die von Kühen mit einem wirksamen Impfschutz geboren wurden und innerhalb der ersten sechs Lebensstunden von ihren Muttertieren Kolostralmilch bekommen haben, können innerhalb von Deutschland in ein BTV-8-freies Gebiet verbracht werden. Hierzu ist die so genannte Tierhaltererklärung auszufüllen. Für Schlachttiere, die nicht geimpft sind und außerhalb von Baden-Württemberg geschlachtet werden sollen, wird ein so genannte Kanalisierungsverfahren eingerichtet werden.

Das Verbringen von Rindern, Schafen, Ziegen und gehaltenen Wildwiederkäuern mit Symptomen der Blauzungenkrankheit ist auch innerhalb des Restriktionsgebietes verboten. Entscheidend für die Aufhebung der Sperrmaßnahmen wird insbesondere die möglichst flächendeckende Impfung alle Rinder, Schafe und Ziegen gegen BTV-8 und zusätzlich gegen den Serotyp 4 (BTV-4) sein.

Das Verbringen von Rindern, Schafen, Ziegen und gehaltenen Wildwiederkäuern mit Symptomen der Blauzungenkrankheit ist auch innerhalb des Restriktionsgebietes verboten. Entscheidend für die Aufhebung der Sperrmaßnahmen wird insbesondere die möglichst flächendeckende Impfung alle Rinder, Schafe und Ziegen gegen BTV-8 und zusätzlich gegen den Serotyp 4 (BTV-4) sein.

Weitere Informationen
Mit Fragen zur Seuchensituation sowie zu den Verbringungsregelungen wenden Sie sich bitte an das Veterinäramt unter Telefon 0711 3902-41500 oder per Mail veterinaeramt@LRA-ES.de.
 
Weitere Informationen über Blauzungenkrankheit und die Maßnahmen des Landes finden sich im Internet auf der Homepage der Untersuchungsämter für Lebensmittelüberwachung und Tiergesundheit Baden-Württemberg unter http://www.ua-bw.de

(Erstellt am 17. Dezember 2018)

Amtsleiter

Peter Keck

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