Landkreise Esslingen und Böblingen vertiefen interkommunale Zusammenarbeit in der Abfallwirtschaft

Gründung einer neuen GmbH für Bioabfallverwertung

Landräte: : “Bioabfall aus Esslingen wird zukünftig als Energieträger in Leonberger Vergärungsanlage effizient verwertet”

Am vergangenen Mittwoch (5. Juni) haben die Landkreise Esslingen und Böblingen ein neues Kapitel interkommunaler Zusammenarbeit aufgeschlagen. Gemeinsam hat man den Gründungsvertrag für eine Bioabfallverwertung GmbH Leonberg unterzeichnet, die in Zukunft die energetische Verwertung von Bioabfall aus den Landkreisen Böblingen und Esslingen verantwortet.

Landrat Roland Bernhard freut sich: „Wir haben bereits gute Erfahrungen interkommunaler Zusammenarbeit im Bereich der Abfallwirtschaft mit unserem Restmüllheizkraftwerk, das wir mit fünf Partnern gemeinsam betreiben. Im Bereich des Biomülls ist hingegen der Landkreis Esslingen unser starker Partner.“

Auch Landrat Heinz Eininger ist überzeugt von dieser Kooperation: „Mit dieser um die Vergärung erweiterten Kooperation wird die bereits seit 23 Jahren praktizierte erfolgreiche Zusammenarbeit in der Bioabfallverwertung in Kirchheim unter Teck fortgesetzt. Mit der Vergärung des Bioabfalls sind wir darüber hinaus ökologisch in vorbildlicher und zukunftsfähiger Weise unterwegs."

Nach der geplanten Erweiterung durch die neue GmbH wird die Kapazität der Vergärungsanlage in Leonberg von derzeit 35.900 Tonnen auf rund 56.000 Tonnen Bioabfälle erhöht, wovon etwa 36.000 Tonnen auf Böblingen und 20.000 Tonnen auf Esslingen entfallen. Daraus ergibt sich auch das Beteiligungsverhältnis für beide Gesellschaften der neuen GmbH von jeweils 65 % zu 35 %.

Geschäftsführer wird Wolfgang Bagin sein, der bereits Werkleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes im Landkreis Böblingen ist: „Mit der Vergärung von Bioabfällen haben wir in Leonberg eine langjährige Erfahrung. Mit diesem Know-how können wir künftig in der erweiterten Vergärungsanlage 20.000 Tonnen zusätzlicher Bioabfälle aus dem Landkreis Esslingen hochwertig verarbeiten. Das dabei entstehende Biomethangas wird zur Substitution fossiler Brennstoffe verwendet und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Darüber hinaus wird der anfallende Gärrest am Standort unseres Partners in Kirchheim unter Teck zu zertifiziertem Kompost verarbeitet und so als Dünger dem Naturkreislauf wieder zugeführt.“

(Erstellt am 06. Juni 2019)

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